3. März 2011 Marcel Käming

Baubeginn der neuen Komfortabteilung der Märkischen Kliniken

„Die Vorteile der künftigen First-Class-Patienten liegen auf der Hand: Kein Einreihen in Warteschlangen bei der Aufnahme, eigene Fitness- und Wellnessräume und auf Wunsch wird auch eine Sekretärin gestellt. Während im Restaurant der Hotel-Klinik mit eigenem Küchenchef zukünftig à la carte gegessen wird, erhalten gesetzlich Krankenversicherte ihr aufgewärmtes Essen über einen externen Catering-Service.“ So schreibt die Vertreterin der Linken.

Die LINKE bezweifeln, dass es Aufgabe einer öffentlichen Einrichtung ist, bessergestellte Privatpatienten mit allem Komfort zu versorgen, während Empfängern von ALGII  Tagespauschalen während eines Krankenhausaufenthaltes von ihren Sozialleistungen abgezogen werden.

Trotz aller Kritik an der Unverhältnismäßigkeit und Ungleichbehandlung von Privat- und Kassenpatienten ist dieses, mit 6,8 Mio. Euro bezifferte Bauvorhaben vom Aufsichtsrat der Märkischen Kliniken hinter verschlossenen Türen so beschlossen worden.

Die Kreistagsfraktion DIE LINKE ist ausdrücklich der Auffassung, dass eine kreiseigene Gesellschaft wie das Lüdenscheider Klinikum zur öffentlichen Daseinsvorsorge aller Menschen im Kreis gehört und ihre Aufgabe nicht darin bestehen kann, für eine elitäre Gruppe Versorgungsangebote vorzuhalten.

Anja Claus

Fraktionsgeschäftsführung

DIE LINKE Märkischer Kreis